Newsletter 2 / 2010
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

nachdem die dritte Auflage schnell vergriffen war, können Sie nun die vierte aktualisierte Auflage von Johannes Zangs Erlebnisbericht Unter der Oberfläche bestellen. „Das Buch ist so wahr, daß es weh tut - und das beste, das ich in den letzten Jahren zum Heiligen Land gelesen habe, geschrieben wie von einem Kind. Von jenem Kind allerdings, das unter lauter Erwachsenen als einziges ruft, daß der Kaiser nackt ist“, so Paul Badde, Korrespondent der Welt in Rom. Der mit aktuellen Kommentaren zum israelisch-palästinensischen Konflikt auf den neuesten Stand gebrachte Band enthält nun zur besseren Orientierung eine Landkarte der Region sowie ein umfangreiches Glossar mit einer Kurzdarstellung der zahlreichen wichtigen palästinensischen und israelischen Menschenrechtsorganisationen.

Unser antiquarisches Angebot gilt in diesem Monat einem Band ausgewählter Gedichte der in Berlin geborenen Dichterin Gertrud Kolmar, deren umfangreiches lyrisches Werk erst nach ihrem vermutlichen Tod Anfang März 1943 im Konzentrationslager Auschwitz veröffentlicht wurde. Es wird ergänzt durch unseren Hinweis auf unser sonstiges Angebot, dieses Mal zur Reihe „Rheinische Kunststätten“ aus unserem kleinen Sammelbereich der Ephemera.

Zudem möchten wir Ihnen noch zwei besondere Postkarten aus Jerusalem ans Herz legen, deren Motive die Schwestern der Gemeinschaft der Benediktinerinnen der Kongregation ‚Notre-Dame du Calvaire‘ gestalteten und die sich zum Verschicken für das baldige Osterfest besonders eignen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr AphorismA Team

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Übersicht
Aktuelle Neuauflage: Johannes Zang: Unter der Oberfläche
Aus dem Antiquariat: Gertrud Kolmar: Die Kerze von Arras
Postkarten zu Ostern: Gang nach Emmaus und Auferstehung Christi
Hinweis des Monats: Reihe „Rheinische Kunststätten“
Aktuelle Neuauflage
Johannes Zang
Unter der Oberfläche
Erlebtes aus Israel und Palästina

AphorismA Verlag Berlin 2010 (4. Auflage)
188 Seiten
ISBN 978-3-86575-016-7
15,00 EUR

In Unter der Oberfläche unternimmt Johannes Zang den Versuch, die menschliche Dimension der Situation in Israel und Palästina und insbesondere der Besatzung zu beschreiben. Parteiisch ist der Autor insofern, als er hinschaut, was unter der Oberfläche geschieht, die Leiden von Menschen nicht aus dem Blick verliert, Partei ergreift für die, die selten gehört oder gesehen werden.

Johannes Zang, 1964 in Goldbach geboren, lebte von 1985-1987 erstmals in Israel und den Besetzten Palästinensischen Gebieten. Von 1999-2003 unterrichtete er palästinensische Kinder in Bethlehem in Musiktheorie sowie im Klavier-, Kirchenorgel-, und Gitarrenspiel, darüber hinaus leitete er zwei Chöre und ein Ensemble. Nach seiner zwischenzeitlichen Rückkehr nach Deutschland lebte Johannes Zang von 2005-2008 erneut im Heiligen Land, von wo aus er regelmäßig für verschiedene Medien im deutschsprachigen Raum berichtete.

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Aus dem Antiquariat
Gertrud Kolmar
Die Kerze von Arras
Ausgewählte Gedichte
Mit einem Nachwort von Uwe Berger

Aufbau Verlag Berlin und Weimar 1968
158 Seiten,
Mit Original-Schutzumschlag, sehr gut erhalten
7,50 EUR

Die vorliegende Auswahl entlehnt ihren Titel dem Motto, das Gertrud Kolmar (1894-1943) dem darin enthaltenen Gedicht „Die Kerze“ voranstellt:
Sie nannten Mirabeau »die Fackel der Provence« und hießen Robespierre spöttisch »die Kerze von Arras«.
Die erste Nationalversammlung
Vermutlich im Spätherbst 1934 entstanden, gehört das Gedicht wie viele andere dieser Ausgabe zu jenem überlieferten und postum veröffentlichten Konvolut, das die Dichterin dem in Arras geborenen Revolutionär widmete und das seit dem Erscheinen in der Rezeptionsgeschichte ihres lyrischen Werkes seltsam fremd wirkt, ja geradezu verstört und sich jeder eindeutigen Einordnung verschließt. Wie in ihrem kurz zuvor verfaßten Essay „Das Bildnis Robespierres“ geht es Gertrud Kolmar um einen differenzierten historischen Blick auf die politische Person Robespierre - all dies geschrieben unter den gravierenden persönlichen Einschränkungen gegen jüdische Mitbürger(innen) im nationalsozialistischen Berlin.

Einige spätere Kommentatoren haben in den Gedichten versteckte Zeichen auf die reale politische Situation entdecken wollen, andere sahen die am Horizont aufziehende sozialistische Weltrevolution aufscheinen, und wieder andere haben die politischen Einlassungen entweder ignoriert oder - wie etwa Dieter Kühn in seiner 2008 erschienenen und hochgelobten Biographie Leben und Werk, Zeit und Tod - viele der Gedichte als „pathetisch aufgesteilte“ charakterisiert und die ausführliche Interpretation in den Anhang verbannt.

Die Gedichte in diesem sehr gut erhaltenen Auswahlband sind vieldeutig interpretierbar  - die Lektüre lohnt sich also in jedem Fall.

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An dieser Stelle sei auch auf den im Jahre 2003 im AphorismA Verlag erschienenen Band Ich bin nur ein Ackerstrauß und halte mich selbst in Händen von Barbara Dicks verwiesen, in dem sie sich den Entwürfen von Weiblichkeit bei Gertrud Kolmar widmet.

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Postkarten zu Ostern
Benediktinerinnen vom Ölberg

Die Schwestern der Gemeinschaft der Benediktinerinnen in Jerusalem überblicken von ihrem Kloster auf dem Ölberg aus die Heilige Stadt, den Ort von Passion und Auferstehung Jesu Christi, den Ort, an dem heute auf engstem Raum Juden, Christen und Muslime in ihrer jeweiligen Mannigfaltigkeit zu Gott beten. Durch ihr Leben nach der Regel des Heiligen Benedikt gewinnt die österliche Berufung der internationalen Gemeinschaft Gestalt im Alltäglichen - auch in den beiden Postkarten.

Ikone des Ganges nach Emmaus
1,00 EUR

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Ikone des auferstandenen Christus
1,00 EUR

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Beide Postkarten sind auch als Bestandteil eines Sets von sechs zusammengehörigen Postkarten erhältlich.

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Hinweis des Monats
Reihe „Rheinische Kunststätten“

In dem kleineren Sammelbereich Ephemera bieten wir unter anderem verschiedene Exemplare der Reihe „Rheinische Kunststätten“ an, die vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz in Köln herausgegeben werden.

Seit dem ersten Heft von 1963 zum Wasserschloß Dyck, das für einige Jahre als herrschaftliche Kulisse für die ARD-Vorabendserie „Verbotene Liebe“ diente, bis zum aktuellen Band über den Düsseldorfer Nordfriedhof von Claus Lange mit der Nummer 515, erscheinen alle Hefte in unregelmäßigen Abständen im Format DIN A5 und enthalten zumeist zahlreiche Fotos zum jeweiligen Thema.

Unsere Abbildung zeigt das Kloster Arnstein an der Lahn aus dem frühesten Heft (Nr. 6 aus dem Jahre 1967), das wir zu einem Preis von 2,50 EUR in unserem Angebot haben. Über die Website der AphorismA Verlagsbuchhandlung können Sie derzeit 45 verschiedene, gut erhaltene Exemplare dieser Reihe direkt bestellen. Sollten Sie bei uns nicht fündig werden, schauen Sie ins Gesamtverzeichnis auf der Website des Rheinischen Vereins in Köln.

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Impressum
AphorismA Verlagsbuchhandlung und Vertrieb GmbH
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