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Das Projekt Intercultural Visualisation of Fairy Tales as Cross-Border Vehicles verdeutlicht die Relevanz von Märchen als interkultureller Botschaft und Werkzeug grenzüberschreitender Verständigung insbesondere in der Schul- und Lernpädagogik. Text und Bild werden hierbei als komplementäre Verständigungs- und Kommunikationsebenen verstanden.

Vier Illustratoren – zwei aus dem arabischen, zwei aus dem deutsch-europäischen Kontext – werden im Vorfeld der pädagogischen Arbeit ihre Ideen und Standpunkte unterschiedlicher kultureller Bilder und Praktiken bei der gemeinsamen Erstellung von Unterrichtsmaterialien einbringen. Die darauf folgenden Workshops finden sowohl in Deutschn und ägyptischen Schulklassen als auch durch die Assistenz professioneller Geschichtenerzähler mit Kindern und Jugendlichen statt.

Ziel des kreativen Austauschs in Form Mal- und Zeichenworkshops ist eine kulturelle und soziale Sensibilisierung für die Realitäten und Bildwelten anderer und eigener Kultur(en), die durch Zuhören, Imaginieren und eigenem Zeichnen/Malen kreativ erfahren und transformiert werden. In der Fähigkeit, zuzuhören, sich vorzustellen und selber zu zeichnen und zu malen können gerade junge Menschen für die Realitäten und die Bildwelten anderer Kulturen sensibilisiert werden; dies wiederum trägt dazu bei, gegenseitiges Verständnis und Empathie füreinander aufzubauen, die für einen Neubeginn in einem anderen Land für ein Zusammenleben in einer Migrationsgesellschaft essentiell ist. So wird versucht, durch offene, emanzipatorische Lernmethoden den jungen Menschen selbst zu ermöglichen, der Vielfalt eine Stimme und ein Bild zu geben. Anhand dieser Projekterfahrungen erarbeiten die Illustrator(inne)n und die Projektpartner dreisprachiges pädagogisches Material (Arabisch, Deutsch, Englisch) in Form eines illustrierten Märchenbuches mit Audio-Book. Dieses kann durch zusätzliches pädagogisches Material für weitere Workshops im schulischen und außerschulischen Rahmen genutzt werden – so etwa in Sprachkursen und Willkommensklassen sowie als interkulturelles Training für neu in Deutschland ankommende junge Menschen, die ihre Erfahrungen in anderen Sprachen und Kontexten ausdrücken und weiterentwickeln können.

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